Bundesligavereine ziehen die Reißleine UPDATE 27.1.21 Saison gecancelt

27.1.2021

Der Ligaausschuss des Deutschen Schützenbundes hat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig die Absage der 1. Bundesliga Bogen für die Saison 2020/21 beschlossen. Damit wird auch das Bundesligafinale am 20.02.2021 nicht stattfinden.

Die 1. Bundesliga wird eingefroren, d.h. alle Mannschaften starten in der Saison 2021/2022 in derselben Liga. Auch die Austragungsorte werden, soweit möglich, auf die Saison 2021/22 übertragen. 

Der BCVS trägt diese Entscheidung voll mit.

Somit startet die neue Saison hoffentlich dann am 6. November 2021 beim Deutschen Meister in Ebersberg.

 

5.12.2020

Auch der 3. Wettkampftag Anfang Januar in Bayreuth wurde nun abgesagt.

Der 4. Wettkampftag Anfang Februar in Welzheim wurde durch die SGI Welzheim abgesagt.

Zur Zeit werden mehrere Möglichkeiten diskutiert, wie es doch noch Ende Februar zu einem "Bundesligafinale" kommen könnte.

 

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Nachdem bereits Anfang November die ersten 7 Begegnungen in Ebersberg abgesagt wurden haben die Bundesligavereine in einer Schaltkonferenz am 11.11. beschlossen auch die 7 Begegnungen im Dezember sowohl in der Nordgruppe als auch in der Südgruppe am 5.12. komplett auszusetzen.

Gründe: Nach wie vor ist die Pandemiesituation ein beherrschendes Thema. Der Austragungsort Tacherting liegt im Landkreis Traunstein und dieser hat mit einem Wert von über 400 den höchsten Inzidenzwert in Deutschland. Die SGI Welzheim und der Bogenclub Villingen-Schwenningen hatten bereits im Vorfeld signalisiert, dass sie ihre Schützen einem solchen Risiko nicht aussetzen möchten und nicht an den Wettkämpfen teilnehmen werden.

Trotzdem gilt den Tachertingern das höchste Lob, haben sie doch mit allen Mitteln u.a. mit einem hervorragenden Hygienekonzept versucht, die Wettkämpfe zu ermöglichen und gleichzeitig auch die Austragung eines weiteren Wettkampftages angeboten.

Ungeklärt zum jetzigen Zeitpunkt war und ist jedoch das Thema der Anreise der Mannschaften sowie die Übernachtungssituation, wenn die Sportler als Amateursportler wie vielfach geschehen  eingestuft werden (weil sie kein Geld mit ihrem Sport verdienen), und nicht als Profisportler aufgrund des immensen Trainingsumfangs.

In ganz Deutschland herrschen derzeit unterschiedliche Trainings- und Wettbewerbssituationen, teilweise dürfen Sportler trainieren, teilweise nicht, vielerorts sind die Sporthallen geschlossen und auch die Empfehlung des DOSB, dass im Sport u.a. die Bundesligen dem Leistungs- bzw. Profisport zuzuordnen sind, was sich auch im Positionspapier aus der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten ergibt, wird teilweise von den zuständigen Behörden vor Ort unterschiedlich gehandhabt bzw. interpretiert.

Aus diesen, für die Sportler unbefriedigenden und unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen sowie für die ausrichtenden Vereine an den Wettkampftagen im Vorfeld herrschende unklare Situation haben die Vereine die Reißleine gezogen.

In 14 Tagen findet die nächste Schaltkonferenz statt um weitere Einzelheiten zu klären, Mitte Dezember dann eine weitere Konferenz mit der Beurteilung der Pandemiesituation und einer Klärung, wie es weiter geht und ob die Wettkämpfe im Januar durchgeführt werden können.

Jürgen Löchelt

12.11.2020