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Bundesliga-Finale: BCVS, der Sieger der Herzen

Bogenclub Deutscher Vizemeister

Bogenclub reißt Zuschauer von den Sitzen

 

„Im vergangenen Jahr gab es Bronze, jetzt Silber, nächstes Jahr werden wir Erster!“

Sarah Reincke, BC Villingen-Schwenningen mit Kampfansage

„Der Sieger der Herzen“

Arno Suhm, SG Ortenberg

buli finale2020

Mit einer begeisternden Vorstellung riss der Bogenclub Villingen-Schwenningen in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden die Zuschauer von den Sitzen. Im Endspiel scheiterte man zwar am letztjährigen Meister, der BSG Ebersberg, die damit ihren Titel verteidigte, konnte aber mit dem Vizemeistertitel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte einfahren.

Die besten acht Mannschaften aus Deutschland, die ersten vier aus der Bundesliga Gruppe Nord und die aus der Bundesliga Gruppe Süd qualifizierten sich für das Finale. In zwei Gruppen, jeweils zwei Mannschaften aus dem Norden und zwei aus dem Süden mussten zunächst im Modus jeder gegen jeden gegeneinander antreten. Die jeweils ersten 2 jeder Gruppe kommen ins Halbfinale, der erste aus Gruppe eins schießt gegen den zweiten aus Gruppe zwei und umgekehrt und ermitteln damit die Paarungen für die Gold- und Bronze-Matches.

Doch der Reihe nach. Große Sorgenfalten zeichneten die Stirn von Coach Jürgen Grötzinger nach dem Abschlusstraining am Freitag. War das doch alles nicht so stimmig, was die Mannschaft da auf die Zielscheiben zauberte. Aber er brachte das Team wieder in die Spur und berief Florian Faber, Sarah Reincke und Nico Schiffhauer in die Startmannschaft. Und er hatte keinen Grund, in den folgenden Matches einen Wechsel vorzunehmen, der BCVS wurde am Ende mit einem riesen Applaus verabschiedet.

Im ersten Match der Gruppenphase traf der BCVS gleich auf den Meister der Nordgruppe, den SV Dauelsen. Mit 7: 1 setze sich der BCVS durch, ungläubige Gesichter bei den Fans aus Dauelsen. Im zweiten Match hatte der BCVS mal wieder das Nachsehen gegen die BSG Ebersberg, mit 0:6 trotz hoher Ringzahlen musste man sich geschlagen gegeben. Das dritte Match gegen Querum musste unbedingt gewonnen werden um ins Halbfinale zu kommen, beide Mannschaften lagen punkt- und satzgleich, eine Punkteteilung hätte keinem etwas genützt. Mit 6:2 gewann der BCVS und konnte sich damit als zweiter der Gruppenphase für das Halbfinale qualifizieren.

In der Gruppe B setzten sich Tacherting und Berlin gegen Herne und Welzheim durch.

Das Halbfinale. Ebersberg gewann gegen Berlin mit 7:1 und der BCVS setzte sich mit 6:2 gegen Tacherting durch. Die Sensation war perfekt, der BCVS stand im Finale.

Im Match um Platz 3 hatte Tacherting wohl die Niederlage gegen den BCVS noch nicht weggesteckt und musste sich nach einem 1:7 gegen Berlin mit Platz 4 zufrieden geben.

Das Finale. Schon wieder ein Match gegen Ebersberg. Wenn man die Statistik heranzog war es eigentlich eine klare Sache für Ebersberg. In den letzten Saisons hatte der BCVS immer das Nachsehen und auch in diesem Jahr in der Gruppenphase gab es eine Niederlage.

Ebersberg und der BCVS lieferten sich im Finale um den Deutschen Meistertitel einen berauschenden Kampf, der auch noch über die volle Distanz von 5 Sätzen ging. Ebersberg gewann die ersten beiden Matches und ging schnell mit 4:0 in Führung. Der BCVS konterte, gewann das nächste Match mit 59:58 und erreichte im 4. Match mit 59:59 eine Punkteteilung. Mit 3:5 ging es in die letzte Runde und der BCVS hätte einen Sieg benötigt, um ein Stechen zu erzwingen. Mit 59:57 behielt Ebersberg hier jedoch die Oberhand und wurde verdient Deutscher Meister 2020.

Die mitgereisten Fans und die Zuschauer an den Bildschirmen sahen ein Bundesligafinale auf allerhöchstem Niveau und man war sich in einem einig: nächstes Jahr wieder, Finale, Wiesbaden 2021. Wir wollen dabei sein.

ERGEBNISLISTE

Bilder auf der Facebook-Seite des DSB:   

https://www.facebook.com/DeutscherSchuetzenbund

Film von der Siegerehrung auf der Facebook-Seite des DSB:

https://www.facebook.com/DeutscherSchuetzenbund/videos/616779692449874/

 

 

 

 

 

 

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